[52/05] Grün
Das Thema von Projekt 52 2010 für die Woche 5 war diesmal ein nicht ganz einfaches: Grün
Ich habe mich mit dem Thema sichtlich schwer getan.Mit dem Ergebnis bin ich dementsprechend nicht wirklich zufrieden:
Meister der Notizen: Memonic
Notizen aus dem Web speichern. Bisheriger Platzhirsch (Und von mir eine kurze Zeit lang benutzt): Evernote. Irgendwie war mir das ganze aber zu fummelig und zu mühsam. Auch wurde dann bekannt, dass sie Finanzierungsprobleme haben, was für die Speicherung aller Notizen auf ihren Servern nicht viel Vertrauen erweckt.
Lange Zeit habe ich nun ohne Notiztool gearbeitet. Seit zwei Wochen habe ich aber ein neues Tool für mich lieben gelernt. Memonic.
Memonic ist das Produkt der Schweizer Firma Nektoon und seit dem 5. November 2009 online. Es soll Notizen aus verschiedenen Quellen zentral speichern. Hierzu gibt es die Möglichkeit, Mails an Memonic weiterzuleiten, manuelle Notizen zu machen und das beste für mich: Auf jeder X-beliebigen Seite die gewünschten Abschnitte zu selektieren und dann so als Notiz zu speichern. Und dies ohne die momentane Webseite verlassen zu müssen. Genial oder? Memonic ist sehr nützlich, wenn man sich mal kurz einen Link oder eine Info für die spätere Weiterverarbeitung zwischenspeichern will.
Am besten schaut ihr euch mal das folgende Kartonvideo an und erstellt euch zum testen einen Account. Ihr werdet es lieben!
Email obfuscation
Letzte Woche habe ich aufgrund eines Wordpress Skins eine statische Variante für die Darstellung meines Profils erstellt. Dabei wollte ich aber die Emailadresse und auch die IM Adresse sicht- und lesbar darstellen, gleichzeitig aber nicht im absoluten Spamchaos enden. Es gibt diverse CSS Möglichkeiten, welche aber irgendwie nicht wirklich schön sind. Auf dem Tillate Techblog (Jaja da ist mehr als nur ein Partycommunity
) habe ich einen fast schon steinalten Post zum Thema gefunden.
Dabei wird neben CSS Möglichkeiten auf die ROT13 "Verschlüsselung" hingewiesen, welche man mit Javascript realisieren kann. ROT13 ist eigendlich nur eine Pseudoverschlüsselung. Hier werden einfach alle Buchstaben um 13 Stellen verschoben. Somit wird aus "Dies ist ein Test" dann "Qvrf vfg rva Grfg". Eigentlich sehr simpel und schnell zu durchschauen. Aber bei Emailscan-Bots fällt hier die Emailadresse nicht auf, da sie beim Scannen nicht auf 1000 verschiedenen möglichen Emailverschlüsselungen prüfen, was relativ unperformant wäre.
Und so wird das ganze dann z.B. für einen kompletten Mailto Link gemacht:
document.write("<n uers=\"znvygb:cnfpny.zngulf@ebbgvk.pu\" ery=\"absbyybj\">".replace(/[a-zA-Z]/g, function(c){return String.fromCharCode((c< ="Z"?90:122)>=(c=c.charCodeAt(0)+13)?c:c-26);})); document.write("cnfpny.zngulf@ebbgvk.pu".replace(/[a-zA-Z]/g, function(c){return String.fromCharCode((c< ="Z"?90:122)>=(c=c.charCodeAt(0)+13)?c:c-26);})); </n>
Wie vermutet ergibt sich daraus meine Emailadresse inklusive dem mailto Link
Nachteil der Methode ist logischerweise, dass Browser ohne Javascript den Link nicht sehen. Aber wer in Zeiten von Facebook und vielen anderen Web 2.0 Seiten kein Javascript aktiviert hat, braucht auch keine Links
Einen guten ROT13 Generator findet ihr übrigens hier.
Das iPad. Das Ende von Multitasking?
Es ist geil! Das muss ich hier mal vorne weg nehmen. Ich hab mir einige Videos zu Gemüte geführt, und bin sofort vom *habenmuss* Fieber befallen worden. Die eingebauten Applikationen sehen fancy, durchdacht und einfach super aus. In meinem Kopf drehten sich schon ganz wild alle möglichen Anwendungsszenarien. Videos schauen. Musik hören. Bücher lesen. Twittern. Mit Multitouch im Web rumsurfen.
Das ganze HAAALT. Hirn an Pascal. Das kannst du doch abgesehen vom Multitouch auch schon auf deinem süssen Asus EEE Netbook machen!!
| Asus EEE 1002HA | iPad | |
| CPU | 1.66 GHz | 1 GHz |
| RAM | 2 GB | ? |
| Festplatte | 120 GB | max. 64GB |
| Auflösung | 1024x600 | 1024x768 |
| USB Geräte | Ja | Naja |
Klar kann man hier nicht alle Werte 1:1 ummünzen. Aber ich kann mit meinem Netbook auch alles was ich brauche. Mit Windows 7 sieht das auch super aus.
Trotzdem werde ich mir das iPad eventuell trotzdem irgendwann kaufen. Es ist halt einfach Hübsch. Aber dass es Leute fast schon zu Apple-Fanatikern macht, löst bei mir nur Kopfschütteln aus. Hier mal ein paar Zeilen welche mich nachdenklich stimmen:
Ich brauch kein Multitasking
Quelle: Leumund.ch
Ich bin den ganzen Tag auf der Arbeit im Multitaskingmodus unterwegs, bin ich zuhause schaue ich mit einem Ohr Fernsehen auf Wilmaa während ich parallel noch twittere und meine Blogstatistiken checke. Mit dem iPad werde ich nur fernsehen. Dasselbe ist beim schreiben, man schreibt etwas und irgendwo im Hintergrund poppt schon wieder etwas auf das beantwortet werden will. Beim iPad werde ich eine der vielen Textapplikationen einfach verlassen und danach genau am gleichen Punkt wieder öffnen und weiterarbeiten.
Wir leben im 2010. Die Argumente klingen absolut sinnvoll. Aber wer ungestört bloggen oder Wilmaa schauen will, kann auch einfach die anderen Apps schliessen. Das braucht nur Wille, und keine Systemeinschränkung. Der Segen wird ganz schnell zum Fluch wenn dann doch plötzlich mal mehrere Apps offen sein müssen um z.B. Texte hin und her zu kopieren. Das ist auf dem iPad genauso fummelig wie auf dem iPhone auch. Früher hat Microsoft einen ähnlichen Ansatz für so kleine Computer gewählt. Sie hiess damals Windows XP/Vista Starter Edition und konnte nur 3 gleichzeitige GUI Tasks ausführen. Damals haben die Leute aufgeschrien und Microsoft ausgelacht. Heute wird Apple für diese Restriktion in den Himmel gelobt. Produktivität juhui. Scheiss auf Multitasking!
Ich zitiere ihn weiter:
Mein gesamter Persönlicher Ordner auf dem MacBook ist inklusive Musik, Videos und Bildern grad mal 192 GB wobei es sich um unzählige überflüssige Backups von Websites, von Musik die ich nicht höre und anderen Duplikate handelt. Ich werde mit 64GB locker genug Platz für alles wesentliche haben.
Ehm Hallo? 2010 mit Terrabyte Festplatten und es gibt Leute, welche sich aufgrund einer 64GB Flashplatte einschränken, nur weil das iPad keine Externe Festplatten unterstützt? Solche Dinge erinnern mich sehr stark an eine kürzlich diskutierte Studie betreffend iPhone Benutzern. Ich bin sehr dafür, keine Datenberge zu häufen. Mach ich abgesehen von Filmen, RAW Fotos und Musik auch nicht. All meine Dokumente sind nur wenige MB gross. Aber die Argumentation klingt dann auch wieder ein bisschen nach vorherig genanntem Syndrom.
Und dann noch der (nicht) Flash Support des iPads. Da fangen doch tatsächlich Leute an, darüber zu sinnieren wie unnötig doch Flash ist. Bei Leumund.ch (Eher technisch orientierter Blog) sind ganze 5% der Besucher mit dem iPhone zugange. Die meisten Webseiten werden sicher ein vielfaches weniger von einem nicht-flash fähigen Computer angeschaut. Bei mir beträgt auf 1500 monatliche Besucher die iPhone Rate 1.78%. Klar hat das proprietäre System von Adobe nicht nur Vorteile. Ich bin auch kein Flashfan und sehe es definitiv nicht als DIE Technik an. Aber hey. Dass Apple entscheidet, welche Programme nun auf dem iPad installiert werden dürfen, ist dann schon wieder geil. Dann kommt wenigstens keine Schadsoftware drauf (und leider auch nicht super Konkurrenzprodukte). Ich nenne das Bevormundung. Aber hier ist wieder das "Apple Syndrom" zugange. Apple ist cool, alles was das iPad kann ist richtig. Was es nicht kann ist irrelevant oder sollte abgeschafft werden. Ich warte darauf das in Cupertino bald eine offizielle Religion gegründet wird. Anhänger hätten sie genug, wenn ich mir die Blog- und Twittersphäre so anschaue in den letzten Tagen.
@leumund: Sorry, das mein ich hier absolut nicht persönlich. Ich bin fasziniert von deiner Argumentation und ich denke es funktioniert tatsächlich! Auch wenn es vieleicht nicht so lange dauern wird, bis sich wieder etwas ändert. Ich habe deinen Post als Ausgang genommen, da du mich neben all der Faszination deiner Ausführungen auch zum nachdenken gebracht hast.
Alles in allem kann ich sagen: Geiles Teil. Super Apps. Habenwill. Aber ich bleibe realistisch und kaufe es mir wennschon als Gadget, oder maximal als Ersatz für mein Netbook. Es hat ein Riesenpotential und wird ganz sicher ähnlich dem iPhone die Handhabung mit Computern grundlegend verändern. Aber Back to the roots kann nicht die Zukunft der Computerindustrie sein.
[52/04] Wind und Wetter

Und weiter geht es mit dem Thema der Woche 4 vom Projekt 52 2010: Wind und Wetter
Irgendwie wollte das ganze mit dem Wind nicht so richtig. Aber Wetter hatte es zur genüge
Office 2010 Trailer
Microsoft hat unter www.office2010themovie.com einen Trailer zum neuen Office 2010 ins Netz gestellt. Viel (geiler) Aufwand für ein Programm
Schlagzeilengeilheit
Letzten Freitag wurde wieder einmal ein Kind in die Babyklappe vom Regionalspital Einsiedeln gefunden. Ziel dieser ist es, Babys vor der Kindstötung oder Aussetzung zu bewahren. Der Blick schreibt:
Das Babyfenster wurde eingerichtet als ein Hilfsangebot für extreme Situationen. Es soll helfen, eine Kindstötung oder Kindesaussetzung zu verhindern. Wenn sich eine Mutter in einer auswegslosen Lage befindet, hat sie mit dem Babyfenster die Möglichkeit, ihr Kind anonym in sichere Hände zu übergeben.
Soweit so gut. Sachlich und korrekt. Heute habe ich dann beim vorbeilaufen die Schlagzeile des heutigen Blicks gelesen:
Wer ist die Mutter?
Wie kann man in der Online-Berichterstattung über Anonymität der Babyklappe schreiben und dann eine solche Schlagzeile in der Printversion bringen? Das ist absolut respektlos der Mutter gegenüber! Fehlt nur noch dass sie versuchen die Mutter zu ermitteln um mit ihrer Geschichte Geld zu machen. Denken Journalisten ab und zu noch daran, dass die Frau momentan vieleicht in einer sehr schwierigen Situation steckt?
Backup und verteilter Datenzugriff
Wie wohl zu bemerken war, nahm mein Blog eine 2 wöchige Auszeit um mal wieder zu Kräften zu kommen
Bis zu diesem Tag habe ich für meine Daten nie ein Backup durchgeführt. Ich habe immer Memory Sticks und externe Festplatten verwendet, dies aber nie redundant. Beim Ausfall des Rootservers war in der ersten Zeit nicht klar, ob noch Daten gerettet werden konnten. Glücklicherweise ist noch alles bis auf die letzte Datei vorhanden.
Dieses Erlebnis, alle Mails, 3 Jahre Blog und einige andere weniger wichtige Dinge zu verlieren, hat mich endlich dazu bewogen mit einer guten Datensicherung zu beginnen. Nicht zuletzt da ich jetzt vermehrt fotografiere und wohl monatelang Schreikrämpfe hätte, wenn mir die Festplatte, auf welcher die Bilder im Rohformat gespeichert sind, ausfallen würde.
Ich habe mir Gedanken gemacht und viel diskutiert was nun die beste Lösung wäre. Ein NAS wäre eine feine Sache, damit ich meine Daten überall im Netzwerk verfügbar hätte. Und redundant könnte ich das Ganze auch aufbauen. Der Haken dabei ist, dass dies kein richtiges Backup ist. Ein Feuer oder Diebstahl würde alles zerstören.
Daher müssen die Daten als Kopie ausser Haus. Aber ich habe absolut keine Lust eine Festplatte jedes Mal von einem Gebäude ins andere zu verschieben. Zum Glück besitze ich eine 25Mbit Internet Leitung und glücklicherweise gibt es den für mich perfekten Backupanbieter im Internet.
Mozy
Mozy ist ein Anbieter von Online Backupspeicher für wenig Geld mit viel Sicherheit. Ich bekomme für 5$ / Monat unendlich viel Backupspeicher und eine unbegrenzte Bandbreite für meine Uploads. Es gibt ein intuitives Tool um verschiedene Backupsets über verteilte Ordner zu definieren. Die Software ermöglicht es ausserdem, Backups nur auszuführen wenn der CPU wenig Last hat, der Computer einige Zeit inaktiv ist und zu gewissen Zeiten mit eingeschränkter Geschwindigkeit hochzuladen um die Internetleitung nicht zu verstopfen. Auf die Daten kann danach nur vom Tool oder von der Weboberfläche aus zugegriffen werden, wo die benötigten Dateien nach einem Verlust der Daten zusammengestellt und als Zip wieder heruntergeladen werden können. Somit ist Mozy nicht zur Datenverteilung geeignet.
Ich verwende Mozy für meine Mittlerweile 6GB Bilderdaten und für das Backup meines Webspaces, welches ich weiter unten beschreibe.
Cobian Backup
Cobian Backup ist eine Freeware Backupsoftware, welches es ermöglicht, Dateien aus Lokalen oder eben auch FTP Quellen zu sichern. Ich verwende es, um einmal Wöchentlich den gesamten Webspace auf meinen PC herunter zu laden und als 7zip Datei in einem definierten Ordner zu speichern. Die Software ist dabei bei mir so eingestellt, dass sie immer nur die 3 neusten Backups behält und ältere löscht. Sobald mein PC dann nicht aktiv ist, wird das aktuelle Backup mittels Backup Set von Mozy auf den Backupspeicher geladen, wo jedes wöchentliche Backup gelagert wird. Stört mich ja nicht bei unbeschränktem Speicherplatz.
WP-DB-Backup
Die Wordpress Datenbank ist die einzige, welche für mich Backuprelevant ist. Mit WP-DB-Backup habe ich die Möglichkeit, zeigtesteuert Backups meiner Datenbank zu erstellen. Da hier jederzeit Kommentare eintrudeln können, habe ich das Plugin so eingestellt, dass es jede Nacht um 01:00 Uhr eine Email mit dem komprimierten SQL Dump an meine Emailadresse sendet, wo sie dann vom Mailclient per Regel in einen IMAP Ordner geschoben und als gelesen markiert wird.
Dropbox
Dropbox ist das Datenverteilungs- und Backuptool schlechthin!
Man bekommt hier völlig Gratis 2GB Onlinespeicher geschenkt, welchen man mit allem befüllen kann, was gesichert und verteilt zugreifbar sein soll. Dazu wird eine Software (Win / OSX / Linux) installiert, welche alle Daten des Onlinespeichers Lokal in einen definierten Ordner speichert. Wenn eine Datei verändert wird, synchronisiert Dropbox die Datei sofort in den Onlinespeicher. Das Tool kann auf beliebig vielen Rechnern installiert werden. Dabei sind immer alle PC’s mit Internetzugang synchron.
Ich speichere mit dem Dienst all meine Dokumente und nutze es als einfachen Dateishare, wenn ich mal eben etwas auf einem anderen PC benötige. Hier ist der grosse Vorteil, dass die Dateien auch da sind, wenn das Internet mal weg ist, da ja die Daten Lokal sind. Der für mich nützlichste Anwendungsfall bei Dropbox ist das sharen meiner Keepass Datenbank. So habe ich alle meine Passwörter auf allen PC’s, ohne die Datenbank per Memory Stick bei mir haben zu müssen.
Die 2GB Speicherplatz sind auf bis zu 3GB erweiterbar, indem Freunde über einen Affilate-Link die Registrierung durchführen. Dies bringt für den Bestandeskunden UND den Neukunden je 250MB erweiterter Gratisspeicher. Wenn ihr also jetzt einen Account eröffnen möchtet, verwendet doch den Affliate Link von mir. Danke
Da ich meine eigene Emailadresse habe und bei einem Ausfall des Rootservers aufgeschmissen bin, habe ich während der Downtime des Servers meine Domain bei Google Apps registriert. Google bietet das Mailhosting auf ihren Servern mit bis zu 50 Mailaccounts der eigenen Domain mit je ~ 8GB Speicher, Gmail Oberfläche und IMAP Zugriff Gratis. Zudem sind die Verfügbarkeit und das Backup im Gegensatz zum Rootserver ohne eigenen Scripting Aufwand gewährleistet. So sind meine Mails und Wordpress DB-Backups sicher.
Hier noch ein Diagramm des ganzen Backupworkflows den ich eingerichtet habe, zur Visualiserung:
Ich habe die Lösung jetzt erst seit zwei (Bilder), bzw. einer Woche (Webspace) im Betrieb, aber fühle mich jetzt Datenmässig viel wohler in meiner Haut, nun da ich weiss, dass alle meine wichtigen Daten ausser Haus in Sicherheit sind.
Falls ihr Kritik, Verbesserungen oder sonstiges Feeback habt, schreibt doch einen Kommentar. Eure Erfahrungen mit Backups interessieren mich!
[52/03] Freundschaft

Das dritte Thema des Projekt 52 war diesmal: Freundschaft
Sheepy hat sich dazu mit seinem Freund Marvin ablichten lassen.
[52/02] Zahlen

Und weiter geht es mit dem Beitrag zum zweiten Thema von Projekt 52: Zahlen






